Wie versprochen hier der Geheimtipp, damit Ihr demnächst noch fairer und nachhaltiger Kleidung shoppen könnt. Und damit meinen wir eigentlich nicht wirklich Shoppen bis der Arzt kommt – sondern eher die bewusste Entscheidung zum nächsten Lieblingsstück. Eine der Schatztruhen, in der ihr stöbern könnt, ist feinwasser. Lukas Böhm und Crispin Müller von feinwasser drucken ihre eigenen Motive auf faire Textilien und haben damit bisher viel Erfolg!

Teil in eines jungen Start-Ups im Entrepreneurship Zentrum Witten zu sein bedeutet, dass man sich viel mit anderen, oft gleichgesinnten Kreativköpfen austauscht. So erging es uns auch mit Lukas von feinwasser. Wir haben nicht nur herausgefunden, was hinter der Idee von feinwasser steht, sondern sind einigen weiteren Fragen nachgegangen.

Vairnana: „Cooles T-Shirt.“

Lukas: „Danke.

Vairnana: „Auch ein spannender Name, da fällt mir direkt viel zu ein. Aber was bedeutet er eigentlich?

Lukas: „Das kommt daher, weil wir feine Wasserfarbbilder malen. Diese werden dann auf faire Shirts gedruckt. Darüber hinaus wollen wir ein durch und durch nachhaltiges Unternehmen sein und nicht primär profitorientiert wirtschaften.

Vairnana: „Seit wann macht ihr das jetzt, seit wann habt ihr diesen Anspruch?“

Lukas: „Die Idee kam jetzt letzten Mai auf. Da hatten wir das erste Mal gedacht, wir könnten doch T-Shirts bedrucken. Das war zuerst nur so eine Schnappsidee, aber nach und nach ist es ernster geworden. Das wir das nur mit fairen Shirts machen war von Anfang an klar, aber als wir uns dann mehr und mehr in das Thema rein gelesen haben, kamen auch immer mehr Bedingungen und Ansprüche, die wir an uns selber haben.“

Vairnana: „Und zu euren Shirts: Wie entscheidet ihr, was drauf kommt, also welche Motive?“

Lukas: „Wir wollen eigentlich viel mehr drucken. Aber das Problem ist, wenn wir zehn Motive in jeweils 4 Größen und zwei Schnitten auf Lager haben würden, müssten wir unendlich viel in Vorkasse gehen. Wir wollen eher langsam wachsen und nicht direkt am Anfang einen riesigen Kredit aufnehmen. In Zukunft soll es möglich sein, dass die Shirts erst nach Bestellung gedruckt werden, dann können wir Dutzenden Motive anbieten.  Daran arbeiten wir gerade, aber das dauert noch ein bisschen.“

Vairnana: „Dann sind wir gespannt auf die anderen Motive, die noch kommen werden. Nun zum Thema Nachhaltigkeit – was ist für euch persönlich Nachhaltigkeit und Fairness und wie spiegelt sich das in eurem Projekt wider?“

Lukas: „Nachhaltigkeit und Fairness ist in unserem Kontext ist, dass wir erstmal alle Entscheidungen danach beurteilen, ob sie einen positiven Impact, einen positiven Einfluss haben. Dass man halt nicht in erster Linie guckt, womit verdiene ich Geld, sondern habe ich einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft. Wir haben ja mit diesem Projekt einen politischen Anspruch und wollen was verändern.“

Vairnana: „Also, dass alle, die an der Herstellung eures Produkt beteiligt sind, auch fair beteiligt sind?“

Lukas: „Genau, dass an keiner Stelle der Lieferkette Leute ausgebeutet werden.“

Vairnana: „Wie schwer ist es euch gefallen, das umzusetzen und euer Start-Up zu gründen? Und wie seht ihr den Markt in Deutschland für nachhaltige Kleidung?“

Lukas: „Ich glaube, es kommt. Aber es ist krass, wie wir manchmal sehen, dass man sich noch in einer Blase bewegt. Es wächst zwar und unsere Zielgruppe ist groß genug, dass man sich als Unternehmen etablieren kann. Aber die Relationen sind noch immer absurd, wenn man die Märkte für konventionelle Mode und für faire Mode gegeneinander aufwiegt.“

Vairnana: „Und wie sieht das bei dir persönlich aus? Ist dein Kleiderschrank schon postkapitalistisch?“

Lukas: „Mehr oder minder.Ich habe viel alte Kleidung und trage alles einfach sehr lange. Ich hab viel Second Hand Kleidung oder tausche T-Shirts mit Freunden. So seit 5 Jahren ist alles was ich mir kaufe entweder Second Hand oder fair produziert.“

Vairnana: „Hältst du das auch für einen wichtigen Weg, einfach weniger kaufen und länger tragen?“

Lukas: „Ja, auf jeden Fall. Stichwort Nachhaltigkeit, natürlich müssen wir weniger konsumieren. Wenn man allerdings gar kein Geld mehr ausgibt, kann man natürlich auch keine Projekte wie unseres unterstützen. Wir verkaufen ja nicht nur Kleidung, sondern sorgen ja auch für Beschäftigung mit fairer Entlohnung in Regionen, in denen normalerweise nur Ausbeutung stattfindet.“

Vairnana: „Das hört sich doch nach einem Plan an, die Zukunft zu retten. Apropos: Was wünscht ihr euch für eure Zukunft?“

Lukas: „Erstmal Erfolg! Aber generell, dass wir beide mehr Zeit investieren können. Ich studiere und organisiere ehrenamtlich Ringvorlesungen und Crispin arbeitet und ist Vater geworden, sodass wir nicht so viel Zeit reinstecken können, wie wir es gerne wollten. Also das hier Vollzeit zu machen und davon leben zu können, das ist der mittelfristige Plan.“

Vairnana: „Auf eurer Seite stand auch, dass ihr Hip Hop gut findet, ist das also Streetwear, was ihr macht? Kann ich das aufs Rap Konzert anziehen?“

Lukas: „Haha, ja, definitiv! Nein, wir hören einfach beide gerne Hip Hop und wenn wir arbeiten läuft es auch immer und dann tanzen wir auch ganz gerne mal ne Runde.“

Vairnana: „Das muss bei so einem kreativen Business auch ab und zu mal sein, dann hoffe ich, dass ihr fröhlich in die Zukunft tanzt. Viel Erfolg noch weiterhin!“

Lukas: „Vielen Dank, ja genau, hoffentlich.“

 

Besucht feinwasser.de, und findet heraus was es mit dem gezüchteten Boot, dass sich auch auf T-Shirts wohl fühlt, auf sich hat …

 

Sind wir schon vernetzt?

Hole dir deine Vairnana App für Android Phones

Hol dir deine Vairnana App für Android Phones im Google Playstore

und besuche uns auf

Vairnana auf Facebook

Sind wir schon vernetzt? Vairnana auf Instagram

Hier geht's zu Vairnana

 

 

Dein Vairnana-Team