Ein durchschnittlicher Konsument verbraucht Unmengen an Plastik jährlich, in Deutschland sind das ungefähr 117 Kilogramm pro Jahr und pro Person. Nun denkt man natürlich sofort an Plastikverpackungen, welche man in den Müll schmeißt, allerdings entstehen Plastikpartikel auch anderswo.

Beim Waschen von Kleidung aus Kunstfaser, gelangen abgeriebene Partikel in den Wasserkreislauf. Ebenso enthalten Kosmetika und Reinigungsmittel Polyethylen, da es die Wirkung verbessert. Auch diese Partikel werden ausgewaschen und gelangen in Flüsse und Ozeane.

Große Plastikstücke, wie eine PET Flasche werden durch Wind und Wasser langsam zerrieben. Somit entstehen auch hier durch natürliche Erosion mikroskopisch-kleine Partikel.

Eines der größten Probleme ist, dass die Partikel zu klein sind, um heraus gefiltert werden zu können. Selbst nach der Klärung durch moderne Anlagen, verbleiben durchschnittlich 14 Partikel pro Liter Wasser.

Aber die Partikel bleiben nicht im Wasser. Sobald sie im Wasserkreislauf sind, werden sie von allen möglichen Lebewesen aufgenommen. Durch die ansteigende Konzentration, beschäftigen sich auch immer mehr Studien mit der Thematik:

  1. Muscheln beispielsweise, filtrieren das Wasser nach Nährstoffen, nehmen somit aber auch Plastikpartikel auf, die sich in ihrem Gewebe ablagern. In stark betroffenen Gebieten tauchen durschschnittlich 2 Partikel pro Gramm Muschelfleisch auf.
  2. Untersuchte Krebstiere vor der schottischen Küste wiesen zu 83% Plastik im Magen und Gewebe auf.
  3. Auch in Fischen aus dem stark-befischten Gebiet des Nord-Atlantik fanden Forscher in jedem dritten Exemplar Mikroplastik.

Da Fisch und Meeresfrüchte noch immer wichtige Lebensmittel für den Menschen sind, gelangt das Mikroplastik auch direkt in den menschlichen Organismus.

Forscher vermuten zahlreiche Zusammenhänge zwischen Mikroplastik und Allergien oder Krankheiten. Vermutlich trägt eine hohe Konzentration zum Krebsrisiko bei oder führt zu degenerativen Erkrankungen des Nervensystems, wie Alzheimer und Parkinson.

Wie oben beschrieben, ist unser Konsumverhalten Schuld. Plastikverpackungen, Kleidung aus Kunstfasern und industriell-hergestellte Kosmetika sind die Hauptverursacher der Verschmutzung der Meere durch Mikroplastik.

Lösungsansätze sind:

  1. So wenig wie möglich in Plastik verpackte Produkte zu kaufen
  2. Kleidung aus natürlicher Faser, wie Baumwolle zu kaufen
  3. Natürliche Kosmetika, ohne chemische Zusätze zu verwenden

Liebe Grüße,

Euer Jan

 

Quellen: Bundesinstitut für Risikobewertung; Umweltbundesamt; Deutscher Bundestag

 

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